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13.11.2013 Feierliche Übergabe an die Sparkasse Rhein-Haardt in Bad Dürkheim 13. November 2013
Übergabe des historisch fundierten Steinnachbaus der Wachtenburg nach einer Aufbaustudie anno 1470

Präsentation am 13. November 2013 in der Kundenhalle der Sparkasse Rhein-Haardt in Bad Dürkheim (Ausstellung bis Mitte Dezember - ab April/Mai im Burgmuseum)
Das Modell zeigt, wie die Burg Wachenheim, erst im 19. Jahrhundert „Wachtenburg“ genannt, im größten
Ausbauzustand vor der Zerstörung durch Pfalzgraf Friedrich im Juli 1470 ausgesehen haben könnte. Es stützt sich auf die vorhandenen Mauerreste, historische Abbildungen und archäologische Befunde. Da wegen des hohen Zerstörungsgrades auch diese Quellen zusammengenommen kein Bild in allen Details wiedergeben können, sind viele Einzelheiten anhand wissenschaftlich abgesicherter Vergleiche mit anderen Burgen dieser Epoche entstanden. Allerdings sind wegen der Vielzahl der Varianten bei einigen Details auch andere Lösungen denkbar. Zum Beispiel wurde der Bergfried mit einem hölzernen auskragenden Wehrgang (Hurde) und Eckwarten rekonstruiert. Genauso gut gab es im mittleren 15. Jahrhundert auf derartigen Türmen jedoch auch Zeltdächer ohne Anbauten. Grundsätzlich bestehen für das konkrete Aussehen der Burggebäude, die heute fast vollständig verschwunden sind, verschiedene Varianten.
Die Burg Wachenheim wurde um 1200 gegründet und bestand zunächst aus der in zwei Abschnitten unterteilten Kernburg. Vermutlich bereits im 13. Jahrhundert wurde sie erweitert und im mittleren 15. Jahrhundert mit einem Zwinger verstärkt.Im Jahre 1470 besteht die obere Kernburg aus der Schildmauer mit dem ehemaligen Haupteingang, dem Bergfried und zwei (Wohn-)Gebäuden. Die untere Hälfte der Kernburg umfasst neben dem herrschaftlichen Wohngebäude der Erbauungszeit einen Torturm mit einer Kapelle sowie kleinere Nebengebäude (Küche, Schuppen, Stall). Auch eine Zisterne zum Sammeln von Regenwasser befindet sich im engen Burghof. An der seitlichen Ringmauer sitzt ein hölzerner Wehrerker zur Verteidigung des Torzwingers. Die ehemalige Unterburg war mittlerweile vollständig in die Gesamtanlage einbezogen. Hier befand sich ein weiteres repräsentatives Haus mit großem Saal und zusätzliche Nebengebäude wie Pferdestall, Scheune und Schmiede. Schließlich war die Burg von einem umlaufenden Zwinger mit Flankierungstürmen und Schießscharten umschlossen. Den Auftakt zur Burg bildete das dortige Torhaus mit dem dahinter liegenden Torzwinger.
Die vielen Einzelheiten des Modells beleben nicht nur das mittelalterliche Bild, sondern erzählen auch (Bau-)Geschichten: So verdeutlichen die unterschiedlichen Mauerwerksarten am Wohnbau der unteren Kernburg, dass das spätromanische Gebäude der Zeit um 1200 im frühen 15. Jahrhundert um ein Geschoss erhöht wurde. Auch der hölzerne Wehrgang auf der Schildmauer mit seinen Öffnungen für Feuerwaffen stellt eine Modernisierung des 15. Jahrhunderts auf der Mauer der Erbauungszeit dar. Oder die Steinkonsolen unterhalb
der vermauerten Öffnung an der Ringmauer der Kernburg berichten, dass sich an diesen Stellen einst Aborterker der dahinter liegenden Gebäude befanden. Diese waren jedoch mit Anlage des Zwingers abgebrochen worden. Und wer genau hinsieht, entdeckt im Burggraben die Reste der ersten Brücke zur Kernburg.
Welch ein Prachtstück

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